„Eifel-Camp“ wird zur Kulisse für RTL-Serie

Am Mittwoch war eine Film-Crew der RTL-Serie „Alles was zählt“ im Freilinger „Eifel-Camp“ zu Gast. Dort ging es ganz schön drunter und drüber, denn für die Szenen wurden die kleinen Häuschen im Feriendorf zu „Liebesnestern“.

Freilingen Noch ist Alexander Gier gar nicht in Erscheinung getreten. Doch am 22. November wird der Schauspieler als Sportarzt Dr. Kai Seebach zum ersten Mal in der RTL-Serie „Alles was zählt“ zu sehen sein. Am Mittwoch war Gier, der in seiner Rolle gerne und viel Sport treibt und offen schwul ist, mit einigen Kollegen und einer Film-Crew im Freilinger „Eifel-Camp“ zu Gast. Dort ging es ganz schön drunter und drüber, denn für die Szenen wurden die kleinen Häuschen im Feriendorf zu „Liebesnestern“. Natürlich wurde zur Handlung gestern noch nichts verraten, weil die Folge erst in gut zwei Monaten ausgestrahlt werden soll.


Die Filmcrew und die Schauspieler Yara Hassan (sitzend v.l.), Carlo Degen und Alexander Gier. (Fotos: Hilgers)

Rund zehn Minuten der Geschichte musste die gut 20-köpfige Crew gestern abdrehen. Von den 19 Sequenzen waren sieben bei Tageslicht zu drehen. „Das ist bei den kurzen Tagen gar nicht so einfach“, sagt Regieassistentin Inga Nerlich. Außerdem machte der Regen dem Filmteam immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

Ernst Lüttgau, der Inhaber des Feriendorfs, kennt die Arbeit bei Film und Fernsehen. Er war früher beim WDR als Techniker bei Filmaufnahmen dabei. „Bis zu eine Stunde lang sind einzelne Szenen geprobt worden“, berichtet Lüttgau der Crew. So viel Zeit haben die jungen Filmemacher von RTL in Freilingen nicht. Maximal drei Proben, dann muss die Einstellung stimmen. „Wir stehen ganz schön unter Zeitdruck“, sagt Inga Nerlich.

Zwar wurde am Mittwoch noch nichts über die Handlung verraten, doch wer die RTL-Serie, die täglich um 19.05 Uhr ausgestrahlt wird, kennt, weiß, dass es im Wesentlichen um Liebe und Zufälle geht. Auch in Freilingen spielte die Liebe eine große Rolle. Dort spielten neben Alexander Gier noch Yara Hassan, die in der Serie Raquel Santana verkörpert, und Carlo Degen, der bei „Alles was zählt“ als Joscha Degen bekannt ist, mit.

Nach Freilingen sind die Filmemacher gekommen, weil die Location nahe an Köln ist. In der Regel wird in Köln und im engerem Umland gedreht. Erwähnt wird die Eifel nicht, denn die Geschichte soll laut Drehbuch im Sauerland spielen.

Weil das Wetter so schlecht war, legte sich der Koch des Ferienparks Freilingen gestern ganz besonders ins Zeug. Hans Esser, der 33 Jahre lang auf Sylt gekocht hatte, verwöhnte die Film-Crew mit Schweinemedaillons, Wildragout, Butterreis, Spitzkohlsuppe und großer Salatplatte.

Die Regie führte gestern Stefan Bühling, Aufnahmeleiter war Nils Hansen, und als Kameramann war Michael Clayton im Einsatz.

(Kölnische Rundschau, 11.11.13)