»Eifel-Camp« erhält als erster Campingplatz den »CO2-Fußabdruck«

Vorreiterrolle in Deutschland / Naturpark Nordeifel setzte die Anpassung der Richtlinien durch / »Klimafreundlicher Gastgeber«

Auszeichnungen hat der Freilinger Campingplatz »Eifel-Camp« viele an der Wand hängen. Doch jetzt hat das Feriendominzil deutschlandweit als »Klimafreundlicher Gastgeber« eine Vorreiterrolle übernommen.

Freilingen Jan Lembach, Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel: »Das Eifel-Camp ist aktuell nicht nur der einzige Campingplatz unter den ‚Klimafreundlichen Gastgebern‘, sondern auch der erste in Deutschland, der den CO2-Fußabdruck von Viabono erhält.« Glaubt man Lembach, dann war die Zertifizierung anfangs gar nicht so einfach. Denn bei Viabono hatte man zwar Richtlinien für Hotels und Gastgewerbe entwickelt, Campingplätze waren jedoch nicht vorgesehen. Lembach: »Möglich gemacht hat dies letztlich der Naturpark Nordeifel, der die Anpassung der CO2-Bilanzierung für Campingplätze innerhalb der Initiative KlimaTour Eifel in Auftrag gegeben hat.« Für das Eifel-Camp hat sich die Mühe gelohnt. »Da Klimaschutz längst keine Angelegenheit mehr auf Landesebene ist, wollten wir als Unternehmen ein Zeichen setzen und haben uns durch Viabono zertifizieren lassen«, so Ernst Lüttgau, Geschäftsführer des Eifel-Camps.


Jan Lembach (v.li.) überreichte Ernst Lüttgau die Auszeichnungen. Nadine Rathofer vom Naturpark Nordeifel sowie eine Mitarbeiterin Lüttgaus freuten sich ebenso. mn-Foto

Mit dem »CO2-Fußabdruck«, der dem Freilinger Campingplatz die Energieeffizienzklasse A bescheinigt, lasse sich einfach und schnell der durchschnittliche Emissionswert je Übernachtung und Gast ermitteln. »Zudem«, so Lüttgau, »ermöglicht uns die Einordnung in das bekannte Energieeffizienzklassen-System ein nützliches Marketing.« Er sieht für sich und sein Team auch eine Art Bestätigung für Umweltmaßnahmen, die er zum Teil schon vor 30 Jahren verwirklicht habe: »Bei uns fahren die Mitarbeiter auf Elektrorollern, es gibt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie ein Blockheizkraftwerk im Sanitärgebäude.«

(Schleidener Wochenspiegel, 07.05.14)