Großes Denkmal für die „Indianerwiese“

Camping ist alles andere als langweilig – auch wenn die Kinder dies vielleicht denken. „Man muss halt eine pfiffige Idee haben“, weiß „Eifel-Camp“-Besitzer Ernst Lüttgau. Etwa, wie die „Pänz“ zu beschäftigen sind, damit Mama und Papa mal die Ruhe genießen können.

Freilingen - Camping ist alles andere als langweilig – auch wenn die Kinder dies vielleicht denken. „Man muss halt eine pfiffige Idee haben“, weiß „Eifel-Camp“-Besitzer Ernst Lüttgau. Etwa, wie die „Pänz“ zu beschäftigen sind, damit Mama und Papa mal die Ruhe genießen können. „Mit unseren Ferienprojekten wollen wir die Kinder und Jugendlichen nicht nur beschäftigen, sondern ihnen auch die Natur näherbringen.“

Dafür hat das „Eifel-Camp“ am Freilinger See einen Scout in seinen Reihen. Es ist Thomas Hilbig aus Velbert. Der Mann sei, so Geschäftsführer Lüttgau, prädestiniert für den Job des „Eifel-Camp“-Scouts: Er verfüge nicht nur über einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Jugendgruppen, der gelernte Gärtner engagiere sich auch im Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).


Das Indianerdenkmal bauten Thomas Hilbig (v.l.), Ernst Lüttgau und Christoph Vogelsberg (r.) mit den Kindern. Foto: Küpper

In den vergangenen Jahren wurden im „Eifel-Camp“ auf der „Indianerwiese“ bereits Tipis errichtet oder Flöße gebaut und zu Wasser gelassen. Auch konnte ein kunterbunter Totempfahl errichtet werden, der bereits von weitem den Weg zur Indianerwiese weist und auch für Autofahrer, die am See vorbeifahren, ein Hingucker ist.

Komplettiert wird die „Indianerwiese“ künftig von einem übergroßen Indianerdenkmal. Es ist das Ergebnis des jüngsten Ferienprojekts. Schleifen, Schnitzen, Hämmern: Bis zu 70 Kinder schafften unter der Anleitung von Scout Hilbig innerhalb von zwei Wochen ein 3,60 mal 3 Meter großes Holzkonstrukt. Es zeigt, mit bunten Farben bemalt, das Gesicht eines Prärie-Indianers. „Zum Ende der Ferien hin wird es aufgestellt“, so Campingplatz-Besitzer Lüttgau.

Eingebunden war die Fertigstellung des Denkmals in ein kleines Indianerfest: Christoph Vogelsberg aus Ahrhütte erzählte spannende Indianer-Geschichten. Bogenschießen, Hufeisenwerfen und Stockbrotbacken rundeten das Programm ab. Als Höhepunkt kreisten einige Adler und Bussarde der Hellenthaler Greifvogelstation über das „Eifel-Camp“. Hilbig hat bereits eine Idee fürs nächste Jahr: „Dann wollen wir Weiden flechten und daraus vielleicht Schwimmkörper bauen.“

(Kölnische Rundschau, 30.07.12)