Zur Prüfung "ausgewandert"
Service und Qualität auf dem Prüfstand - Das garantiert
die Initiative "ServiceQualität". Betriebe, die sich
erfolgreich einer solchen Prüfung unterzogen haben und regelmäßig
wieder unterziehen, erhalten ein Zertifikat.
In acht Bundesländern gibt es diese Zertifizierung, in NRW noch
nicht - aber in Rheinland-Pfalz. Daher entschließen sich immer
mehr Betriebe gerade aus der Grenzregion, zu "wandern".
Neben Betrieben aus Nideggen und dem Prümtal war auch das Freilinger
"Eifel-Camp" am Start. Über zwei Tage wurden Helga
Wieliki (Ripsdorf). Sabrina Noel (Nettersheim), Ernst Luttgau und
Rebecca Schomers (Lommersdorf) in Bad Kreuznach geschult und mussten
sich einer umfangreichen Prüfung unterziehen. Das Team und damit
die Einrichtung schafften es, die Auszeichnung "ServiceQualität"
zu erlangen. "Es geht nicht so sehr um die Hardfacts", erläutert
Ernst Lüttgau, der Geschäftsführer des Eifel-Camps:
"Vielmehr geht es um die Software, um Freundlichkeit und Menschlichkeit.
"Ein freundliches Gesicht, ein freundliches Wort und eine hilfreiche
Geste merken sich die Gäste eben eher als eine reibungslos funktionierende
Duschanlage." Rebecca Schomers: "Um eine bessere Kontrolle
über die Qualitätsbausteine zu erhalten, stellten wir beispielsweise
eine Servicekette auf und klopften die kritisch ab." Lüttgau:
"Wir versuchen immer, die Kundensicht zu erlangen." So nutzen
die Mitarbeiter des Camps zeitweise etwa die sanitären Anlagen
der Einrichtung, um ein klares Bild zu erhalten. Zusätzlich bitten
sie mit einem Fragebogen um ein Feedback. 500 Stellplätze hält
das Camp vor, sieben feste und vier freie Mitarbeiter stehen für
die Gäste bereit. "Zu 80 Prozent kommen unsere Gäste
aus NRW", berichtet Lüttgau. Mit der Auslastung des Platzes
ist er inzwischen sehr zufrieden.
Dennoch ist er bestrebt, Verbesserungen und Erweiterungen anzubringen.
So entsteht momentan eine Fläche für "Bed&Bike"-Kundschaft.
In einem dem Camp angegliederten Hochwald werden nach finnischem Vorbild
kleine Hütten gebaut, in denen Biker, Wanderer oder Wanderreiter
gemütlich übernachten können.
Kölnische Rundschau, Mai 06