Unbesorgter Badespaß in den meisten Seen

Der Zustand der Seen und Talsperren hat sich gegenüber dem Vorjahr noch weiter verbessert.

Düsseldorf / Köln - Die Qualität des Wassers in den nordrhein-westfälischen Badegewässern hat sich im vergangenen Jahr weiter verbessert. Dies teilte das Landesumweltministerium gestern in Düsseldorf mit. Von insgesamt 89 offiziell überwachten Badestellen werden in der aktuellen „Badegewässerkarte 2005“ immerhin 63 als „zum Baden sehr gut geeignet“ eingestuft, betonte das Ministerium. Im Vorjahr waren in dieser Kategorie 62 Badeplätze verzeichnet.

Weitere 25 Badegewässer gelten der landesweiten Übersicht zufolge als „gut geeignet“ zum Baden. Das sind vier mehr als 2004. Nur an einem Badeort, dem Elfrather See in Krefeld, wurden Belastungen festgestellt. Dieser Badesee wurde als derzeit „nicht zum Baden geeignet“ ausgewiesen.

Grundlage für die Bewertungen durch das Ministerium, gestützt auf die Kontrollen der zuständigen Kommunen und Kreise, sind zunächst einmal die Messungen aus dem Vorjahr. Diese werden in eine Langzeitliste eingetragen, in der die Bewertung der Gewässer über fünf Jahre hinweg verfolgt werden kann. Aktuelle Werte aus diesem Jahr können nur bei den zuständigen Gesundheitsämtern abgerufen werden; diese führen in der Regel alle 14 Tage Kontrollen durch, und zwar in der Sommer-Periode vom 15. Mai bis zum 15. September.

Bei der Bewertung der Wasserqualität werden neben chemischen und physikalischen Angaben auch bakteriologische Größen untersucht. Verglichen werden die Ergebnisse mit dann mit dem „Leitwert“ und mit dem „Grenzwert“; diese sind in der Badegewässer-Richtlinie der EU vorgegeben und wurden mit der Badegewässer-Richtlinie in NRW übernommen.

Der Leitwert (bisweilen auch als Richtwert bezeichnet) ist jener Wert, der eingehalten werden sollte. Wird er eingehalten, so ist in der Regel keine gesundheitsbedenkliche Verschmutzung anzunehmen. Der Grenzwert hingegen ist jener Wert, der nicht überschritten werden darf. Wird er überschritten, dann ist eine Gesundheitsgefährdung nicht auszuschließen. (mit ddp)

Die Badegewässerkarte des Landesumweltministeriums ist im Internet abzurufen; die meisten Kreise und Städte führen ihre jeweiligen Badeseen zumeist ebenfalls auf ihren Internetseiten auf. (mit ddp)

(KStA, 24.06.05)